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2019: Gedenken an Hilde Mangold

Grabstätte der Hilde Mangold
Grabstätte der Hilde Mangold

Die Grabstätte der Hilde Mangold wurde auf dem Gothaer Hauptfriedhof errichtet – in Gedenken an die berühmte Wissenschaftlerin, welche ihre Ursprünge in Gotha pflegte.

Sie wurde am 20. Oktober 1898 in Gotha geboren und genoss dank ihrer recht wohlhabenden Eltern eine gute Schulbildung. Hilde wechselte im Jahre 1915 auf das Gymnasium Ernestinum, was für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich und fast unmöglich für ein Mädchen war. Sie erlangte 1918 ihr Abitur mit sehr guten Noten und begann kurz darauf, in Jena Chemie zu studieren. Jedoch hatte sie ein
weiter gefächertes Interessengebiet, welches zum Beispiel auch Kunstgeschichte und Philosophie einschloss, und entschied sich bald, die Universität in Jena zu verlassen und nach Frankfurt am Main zu wechseln, um dort Zoologie zu studieren.

Ab 1920 arbeitete sie für Professor Spemann, welcher früh ihr Potenzial erkannte und sie daraufhin förderte. Professor Spemann gewann 1935 für seinen sogenannten Organisatoreffekt den Nobelpreis. An seinem Erfolg war Hilde Mangold ein großer Anteil zu verdanken. Leider konnte sie die Auszeichnung nicht mehr miterleben. Sie verstarb im jungen Alter von 26 Jahren am 05. September 1924 nach einem Unfall im Labor.

Doch das zu ihren Ehren errichtete Grabmal mit einem Bronzerelief ihres Gesichtes soll weiterhin an sie und ihre Arbeit erinnern. Deshalb trägt die Kulturstiftung Gotha 13.000 € dazu bei, die Grabstätte zu restaurieren und instand halten zu lassen, damit auch in Zukunft ein würdiges Gedenken an Hilde Mangold ermöglicht wird.

Höhe der Fördersumme: 8.000,00 €