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2019: Ankauf des Gemäldes "Christian Brück"

Gemäld "Christian Brück", Foto: Stiftung Schloss Friedenstein
2019: Ankauf des Gemäldes "Christian Brück", Foto: Stiftung Schloss Friedenstein

Das Portrait des Christian Brück, gemalt von Lucas Cranach dem Jüngeren, wird seit dem 01. Februar 2018 im altdeutschen Saal des Herzoglichen Museums in Gotha ausgestellt, als kostenlose Leihgabe bleibt es dort noch bis Beginn des Jahres 2020. Es ist ein besonderes Werk, da es lange Zeit kein erhaltenes Abbild des ehemaligen Kanzlers gab.

Die Leihgabe stammt von der "Joachim & Susanne Schulz Stiftung", welche sich vorrangig für soziale Bereiche einsetzt, weswegen sie dieses einzigartige Werk zwar zu würdigen wussten, jedoch einen angemesseneren Platz dafür suchten, welcher sich auch gefunden hat. Denn das Schloss Friedenstein verfügt über eine der bedeutendsten Sammlungen der Cranachs. In den Museen auf Schloss Friedenstein finden sich zahlreiche Gemälde und ein umfangreicher Bestand an Grafiken der Malerfamilie, welche die Herzöge von Sachsen-Gotha aus altem ernestinischen Besitz nach Gotha brachten.

In Gotha hat sich Lucas Cranach der Ältere verliebt, in Barbara Brengebier, die Tochter eines Gothaer Ratsherrn und 1555 wurde Christian Brück als Kanzler von Johann Friedrich II. dem Mittleren nach Gotha berufen. Brück war zudem mit einer von Cranachs Töchtern verheiratet und wurde im Zuge der Grumbach’schen Händel am 18. April 1567 auf dem Hauptmarkt gevierteilt, wo eine in das Straßenpflaster eingelassene Tafel an das Datum erinnert. Da die Familie Cranach sowie auch Christian Brück geschichtlich mit Gotha verbunden ist, wünscht sich die Stiftung des Schloss Friedenstein Gotha nun, das Werk dauerhaft der Sammlung hinzufügen zu können, denn die einst noch größere Gothaer Sammlung wurde durch den zweiten Weltkrieg getrennt.

Im Jahre 2019 sollen also die Verhandlungen für den Ankauf des Bildes aufgenommen werden, wozu die Kulturstiftung Gotha einen Förderbetrag im Wert von 30.000 € frei gab, um eine finanzielle Grundlage und eine Initialzündung zu bieten.

Höhe der Fördersumme: 30.000,00 €