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07.01.2016 - Notgeld für die Kulturstiftung Gotha

Notgeld für die Kulturstiftung Gotha

Notgeld für die Kulturstiftung Gotha

Post aus Düsseldorf im Gothaer Rathaus. Angeregt durch die letzte Ausgabe der Zeitschrift "Friedenskuss" machte der gebürtige Gothaer Dieter Geisthardt der Kulturstiftung Gotha ein ungewöhnliches Geschenk.

Bei einem Spaziergang durch London entdeckte der interessierte Kulturförderer in einem kleinen antiquarischen Geschäft zwei Notgeldscheine seiner Geburtsstadt. Die am 28. Januar 1917 von Oberbürgermeister Otto Liebetrau ausgestellten Scheine Nummer 496.143 in gelber und Nummer 488.750 roter Farbe, zeigen das Gothaer Stadtwappen und ein Prägesiegel sowie die Aufschrift "Die Stadt Gotha verpflichtet sich zur Einlösung innerhalb eines Jahres nach Friedensschluss. Diese Verpflichtung erlischt nach Ablauf eines weiteren Jahres".

Nun kann die Kulturstiftung Gotha zwar nicht die Notgeldscheine samt Zinsen bei der Stadt Gotha einfordern, aber interessant ist der Fundort London. Die Notgeldschiene stammen aus dem Jahr 1917, das ist genau der Zeitraum, als erstmals Flugzeuge Bomben abwarfen, die bombardierte Stadt hieß London und die Flugzeuge waren die "Gothas".

Oberbürgermeister Knut Kreuch übergab die Scheine mit ihrer Fundgeschichte dem Stadtarchiv Gotha zur dauerhaften Aufbewahrung.