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2010 Hermann Huber

Der Kulturpreis "Der Friedenstein" ging 2010 an Herrn Hermann Huber
Der Kulturpreis "Der Friedenstein" ging 2010 an Herrn Hermann Huber

Die "Prager Botschaft" wurde im Jahre 1989 zur Fackel der Fluchtwelle. Tausende Deutsche aus der DDR strömten in die Botschaft, überwanden die Zäune und lebten unter schwierigsten Bedingungen bis zu dem Tag, als Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher ihnen bekannt gab, dass sie ausreisen dürfen.
In den Tagen vom Herbst 1989 hat sich Botschafter  Hermann Huber als "Manager des Lebens auf der Flucht" erwiesen, hat Menschen im geteilten Deutschland mit seiner Botschaft ein Symbol der Freiheit und Sicherheit geschaffen. Es ist seine Lebensleistung, dass keine tschechischen Truppen die Flüchtlinge hinderten und dass es nicht zu gewaltsamen Ausschreitungen kam. Er organisierte das Zusammenleben auf engstem Raume, versorgte unter schwierigsten Bedingungen tausende Menschen. Unvorstellbar, welche Leistung dazu gehörte, die sanitären Bedingungen für Tausende zu schaffen. Huber, der den Prager Frühling 1968 in Prag erlebte, hat eindringlich an den Westen appelliert, Hilfe zu leisten und dafür Sorge zu tragen, dass nie wieder deutsche und sowjetische Truppen in der Tschechoslowakei einmarschieren.

Die "Prager Botschaft" wurde durch die großartige Leistung von Hermann Huber ein wichtiger Baustein, der zum Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems führte und damit den Weg zur Einheit Deutschlands ebnete.