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2010: Restaurierung des Gemäldes "Ideale Landschaft im Abendlicht"

Gemälde "Ideale Landschaft im Abendlicht" von Jakob Philipp Hackert (1737-1807) aus den Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein
Gemälde "Ideale Landschaft im Abendlicht" von Jakob Philipp Hackert (1737-1807) aus den Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein

Unter der Regierung von Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745 - 1804) kam es innerhalb der Kunst- und wissenschaftlichen Sammlungen im Gemäldebereich zu großen Zuwächsen. Neben einigen Werken italienischer wurden vor allem Werke holländischer und flämischer Meister, aber auch zeitgenössischer deutscher Landschaftsmaler gekauft. Sein Bruder Prinz August (1747 - 1806) unternahm von 1777 - 78 eine Italienreise, bei der er die Bekanntschaft bedeutender Künstler in Rom machte. In seinem Tagebuch erzählt er davon und auch, wie er Jakob Philipp Hackert kennen lernte, der 1782 für den Gothaer Landesfürsten ein Bilderpaar, bestehend aus zwei großen idealen Landschaften, schuf.

Durch diese beiden Werke kam Goethe beim Besuch des Gothaer Hofes erstmals mit dem Künstler Hackert in Berührung, bevor er den Künstler 1787 in Neapel selbst besuchte. Am 17. Juni 1783 teilte Goethe Charlotte von Stein in einem Brief aus Gotha mit: "Der Herzog hat ein paar schöne Landschaften von Hackert, die ich Dir zu sehen wünschte, woran besonders die Fernen und Himmel unglaublich schön sind". Das Bild, welches restauriert wurde, befindet sich heute in den Kunstsammlungen zu Gotha und ist ein Schmuckstück der neuen Exposition im Herzoglichen Museum. Das Pendant zählt zu den Verlusten des Zweiten Weltkrieges und wird seit Ende der 1940er Jahre im Puschkin Museum zu Moskau verwahrt.


Höhe der Fördersumme: 5.000,00 Euro